PROJEKT-ÜBERSICHT

Grätzl Eggenburg

denkmalpflege

Die Revitalisierung des Eggenburger Grätzls – ein Gebäudekomplex inmitten des Eggenburger Hauptplatzes – stellte eine besonders große Herausforderung in jeglicher Hinsicht dar. Es galt, vier leerstehende, denkmalgeschütze Gebäude aus den unterschiedlichsten Bauepochen (Grätzl  Nr.1: 1528, Fassade: 1720, Grätzl Nr.2: 2. H. 16. Jahrhundert,  Grätzl Nr.4: Fassade: 2.H. 18. Jahrhundert,  Grätzl Nr.5: 1885) mit neuem Leben zu füllen, die historische Bausubstanz zu sanieren und die herausragenden Fassadengestaltungen und Innenausstattungen zu restaurieren. Strukturell war der Einbau eines zentralen Stiegenhauses mit Lift in einem der Höfe notwendig. So konnten die 4 Gebäude miteinander verbunden und erschlossen werden, um die vielfältigen Nutzungen, die eine langfristige Revitalisierung des Gebäudes gewährleisten, sinnvoll anzuordnen. Die Erdgeschoßzone beherbergt 2 Geschäftslokale sowie eine Vinothek, die auch Teile der Kellergewölbe mit nutzt. In den Ober- und Dachgeschossen finden 5 Ordinationen und 13 Wohnungen Platz. Alle Arbeiten fanden in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt statt, insbesondere die Restaurierung des Barocksaales und der Renaissancehalle bedurften einer behutsamen Herangehensweise und feinfühliger Abstimmung der ausführenden Gewerke. Die Sanierung der Gebäudestruktur, die Deckensanierungen sowie die Trockenlegung der Grundmauern stellten zusätzliche schwierige Aufgaben dar.

PLANUNG: AB 2002
REALISIERUNG: 2005–2007
LEISTUNG: GENERALPLANER, ÖBA

AUFTRAGGEBER: WAV - gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft Waldviertel

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