PROJEKT-ÜBERSICHT

Schloss Göpfritz

denkmalpflege

In mehreren Bauetappen konnte das Waldviertler Schloss zu großen Teilen saniert und revitalisiert werden. Die erste Phase umfasste die am dringensten anstehenden Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten. Heizkörper und Heizleitungen wurden erneuert und die aus den 70er Jahren stammenden Einfachfenster wurden gegen neue Kastenfenster getauscht. Die Detailausführung dieser und die Gestaltung der Fassade erfolgten in enger Kooperation mit dem Bundesdenkmalamt und unter restauratorischer Begleitung.

Die zweite Bauetappe umfasste die Adaptierung des leerstehenden Erdgeschoßes als barrierefrei zugängliches Gemeindeamt mit Bürgerservice und Postpartner.  Es konnten eine attraktive  Anlaufstelle für die Anliegen der Bürger und gleichzeitig ein moderner Arbeitsplatz, der auch den Anforderung des Arbeitnehmerschutzes gerecht wird, geschaffen werden.

Bauetappe 3 schaffte ein Ausweichquartier in Form eines Dachgeschoßausbaus für das Modell des Göpfritzer Bahnhofs, um die Restaurierung der ehemaligen Kapelle im Dachgeschoß des Schlosses in Angriff nehmen zu können. 1928-29 wurde in den barocken Mansarddachstuhl eine einzigartige parabelförmige Gewölbekonstruktion eingebaut. Diese galt es thermisch zu sanieren, von Schimmel zu befreien und die aus einer Postkarte bekannte, kubistisch anmutende Farbgestaltung unter restauratorischer Begleitung zu rekonstruieren. Zylindrische und akustisch wirksame Beleuchtungskörper im Brennpunkt des parabelförmigen Gewölbes tragen zur Verbesserung der Akustik bei und erleichtern die Nutzung als multifunktionaler Veranstaltungsraum.

In einer vierten Bauetappe werden auch die Obergeschoße durch einen Lifteinbau in der Stiegenhausspindel barrierefrei erschlossen.

PLANUNG: AB 2011
REALISIERUNG: 2012-2015
LIFTEINBAU: 2019
LEISTUNG: GENERALPLANER, ÖBA
AUFTRAGGEBER: MARKTGEMEINDE GÖPFRITZ/WILD

 

 

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